Bericht des Vorstands zur JHV des JFV 2016 Groß-Umstadt e.V.

Nach Gründung des JFV vor einem Jahr drehte sich die Arbeit im ersten halben Jahr in erster Linie um die Vorbereitung des Spielbetriebs mit dem Start zur Saison 2016/2017.

Zuvor mussten jedoch organisatorische Angelegenheiten durchgeführt werden. Berufung des erweiterten Vorstands um die anfallenden Arbeiten auf mehrere Schultern zu verteilen. Leider haben sich die beiden VJM kurz nach kurzer Zeit von ihren Ämtern zurückgezogen. Die Aufgaben wurden vorerst auf die übrigen Vorstandsmitglieder aufgeteilt. Inzwischen ist aber mit Sven Behrens ein neuer VJM tätig.

Eintragung ins Vereinsregister beim Amtsgericht, Anmeldung lsbH, Aufnahme im Hessischen Fußballverband, Finanzamt waren weitere bürokratische Aufgaben die erledigt werden mussten.

Thomas Nickel konzipierte unsere Homepage, die sehr gut gelungen ist. Unter www.jfv-gross-umstadt.de können alle Begegnungen Spielberichte aktuelle Ereignisse eingesehen werden.

Ursprünglich war geplant, alle Jugendmannschaften von den G- bis zu den A-Junioren als JFV am Spielbetrieb anzumelden. Jedoch erhielten wir im April 2016 die Nachricht, dass der Jugendausschuss des HFV die Entscheidung getroffen hat, nur noch 2 Mannschaften pro Altersklasse am Spielbetrieb teilnehmen zu lassen. Weitere Teams sollten wieder als JSG gemeldet werden. Gründe für den Beschluss waren u.a. stärkere Konzentration auf Leistungsmannschaften die bei einem JFV im Vordergrund stehen soll. Dies war ein harter Schlag für uns, der unser ganzes Konzept über den Haufen warf.

Wir hatten von der A-C-jugend keine Probleme in der Umsetzung, doch bei den D-Junioren hatten wir 5 Teams und bei der E-Jugend sogar 6 Mannschaften gemeldet. In vielen Gesprächen und umfangreichen Schriftverkehr mit dem Kreisjugendwart und dem Jugendwart des HFV konnten wir erreichen, über eine gesonderte Antragstellung für die E-und D-Jugend für die Saison 2016/2017 mit den gemeldeten Mannschaften anzutreten. Für die F- und G-junioren war dies leider nicht möglich. Die Mannschaften spielen nach den Fair-Play-Regeln und da steht der Leistungsgedanke nicht im Vordergrund. Sie spielen im Namen des Stammvereins bzw. als JSG.

Die Genehmigung war ausschließlich für die Saison 2016/2017 erteilt worden. Für 2017/18 sollten wir uns neu aufstellen. Entweder wieder alles zurückzudrehen, Vorgaben des HFV erfüllen 2Teams pro Altersklasse  der Rest als JSG, Gründung bzw. Umbenennung in einen neuen Jugendfußballverein waren die Alternativen die uns zur Verfügung standen.

Im Oktober gab es ein Treffen zwischen dem Jugendausschuss des HFV mit verschiedenen Kreisjugendwarten. Ein Tagesordnungspunkt stand unter dem Fragestellung „Quo vadis JFV?“ Jetzt hatte man wohl auch beim HFV erkannt, dass die neue Vorgabe zu großen Problemen führte. Von 48 JFV erfüllten nur wenige die neuen Vorgaben. In einem eigenen Workshop sollte im Januar das Thema eingehend besprochen werden. Da wir sehr vehement die Entscheidung kritisiert hatten, wurden wir als Vereinsvertreter zu diesem Workshop eingeladen. Im Januar erfolgte dann in Grünberg eine sehr intensive und konstruktive Aufarbeitung des Themas. Die verschiedenen Vereinsvertreter legten ihre Sicht der Dinge dar. Es waren Vereinsvertreter mit langjähriger Erfahrung als JFV und welche, die sich gerade erst gründen wollten.

Ein endgültiges Ergebnis konnte man nicht erzielen, da dies nur der Verbandsjugendausschuss beschließen kann. Es gibt aber den Vorschlag, das Genehmigungsverfahren über den Kreisjugendwart laufen zu lassen. Nach einem Gespräch mit unserem KJW Jochen Bäcker, teilte dieser mit, dass wir für die neue Saison weiter so planen könnten wie seither.

Die Jugendkoordinatoren nahmen ihre Arbeit unverzüglich auf um die entsprechenden Mannschaften  für die Qualifikationsrunden zusammenzustellen. Es wurden Kennenlerntrainingseinheiten durchgeführt, Gespräche mit Trainern, Eltern Spielern waren notwendig um Entscheidungen treffen zu können, wie sich die Teams neu zusammensetzen sollen. Keine leichte Aufgabe, aber zu guter Letzt ist man immer zu einer einvernehmlichen Lösung gekommen. Die größten Probleme gab es bei der A-Jugend. Ein Koordinator konnte erst spät gefunden werde und als er seine Aufgabe anging, waren die Strukturen so festgefahren, dass es nur sehr schwierig war hier eine akzeptable Lösung bei der Zusammensetzung der Teams zu finden. Die anhaltenden Probleme führten auch dazu, dass der Koordinator sein Amt zum Jahresende niederlegte. Mit Sven Behrens wurde aber nicht nur ein Nachfolger gefunden. Er macht auch eine Ausbildung als Vereinsjugendmanager und wird uns im Vorstand in dieser Funktion tatkräftig unterstützen.

Letztendlich wurden 17 Mannschaften zum Spielbetrieb angemeldet, für über 300 Jugendliche mussten neue Spielerpässe beantragt werden.

Im September startete die Qualifikationsrunde. Hier konnten gleich 5 Mannschaften den ersten Platz in ihrer Gruppe belegen. B1, B2, D1, D3, D4, und die E1.

Nicht nur im sportlichen Bereich war man erfolgreich auch in der Öffentlichkeit verfolgte man den neuen JFV mit Interesse. Im September erhielt der JFV im Rahmen des Städtepartnerschaft an Winzerfest Spenden von den Partnerstädten, St.-Peray, Dicomano und Santo Tirso.

In Verbindung mit der Stadt Groß-Umstadt konnte dank der Sponsoren Michael Goll und Mirko Janovich, Bürgermeister Joachim Ruppert 14 Bälle an den JFV übergeben, die unter Fair Trade Bedingungen hergestellt wurden.

Probleme gibt es auch bei der Sportplatznutzung. Mit den Stammvereinen arbeiten wir gut zusammen, doch hat die schlechte Witterung dazu geführt, dass viele Trainingseinheiten und Spiele ausfallen mussten. A-B- und D-Junioren trainieren auf dem Hartplatz im Raibacher Tal, einer wahrlich nicht mehr zeitgemäßen Sportanlage. Hier sollten sich Stadt und die Umstädter Vereine endlich zu einer Lösung, wie z.B. den Bau eines Kunstrasenplatzes durchringen.

Ein großes Thema im JFV war und ist die Integration von Flüchtlingen. Hier hat vor allem Aziz Mouami sehr gute Arbeit geleistet, so dass wir mehr als 30 Flüchtlingskindern zumindest eine sportliche Heimat bieten können.

Für die Zukunft gilt es die Zusammenarbeit zwischen den Mannschaften noch weiter zu verbessern um auch die Vorgaben des HFV zu erfüllen, leistungsbezogene Teams zu bilden. Hier geht der Appell auch an die Stammvereine uns mit Trainern, Betreuern tatkräftig zu unterstützen.